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October 16 Hinweise>> links nachfolgend<< Hinweise ... ja,
wer sucht, der findet, wer anklopft bei Gott, dem wird aufgetan und er
wird sich nun nicht mehr von Ihm entfernen, sondern lernen und wollen,
daß er die Bitte hat und das Verlangen, prüfend zu unterscheiden, mit
Gottes Beistand, was wir sollen..
February 11 AutobiographieSeit dem 15. Juni 1937 schreibe ich - durch das innere Wort - erhaltene Kundgaben nieder. Einem oft geäußerten Wunsche meiner Freunde nachkommend, gebe ich hiermit eine kurze Erklärung des geistigen Empfanges, eine Schilderung meines Lebensweges und meiner eigenen Einstellung. Am 1. April 1891, als
zweitälteste Tochter eines Kunstmalers in Liegnitz, Schlesien, geboren,
verlebte ich mit noch sechs Geschwistern im Elternhaus eine harmonische
Kindheit. Frühzeitig schon lernte ich die Sorgen um das Dasein kennen.
Der Wunsch, den Eltern helfen zu können, ließ mich meine Neigung zum
Schneidern praktisch ausüben und Geld verdienen. Die Geldnot der Eltern
blieb und damit auch die Sorge. So machte ich mich der Familie nützlich
bis in die jüngste Zeit.
Die Eltern gehörten
unterschiedlichen Konfessionen an. Der Vater war protestantisch, die
Mutter katholisch. Wir Kinder wurden im katholischen Glauben erzogen,
erlebten aber niemals einen Druck oder Strenge in bezug auf die
Ausübung kirchlicher Gepflogenheiten, so daß jedes Kind in späteren
Tagen in völliger Freiheit die selbst gewählte Glaubensrichtung
vertreten konnte. Ich selbst war religiös, konnte mich aber nicht im
vollen Umfang dem katholischen Lehrsystem unterwerfen, obwohl ich die
Kirche achtete. Es war mir aber nicht möglich, etwas nach außen zu
vertreten, was ich innerlich nicht völlig überzeugt angenommen hatte.
Ich ging also nicht mehr zur Kirche, hörte keine Predigt, hatte
keinerlei Bibelkenntnis, las auch keine religiösen, gleich gar nicht
wissenschaftliche Schriften und schloß mich weder einer Sekte noch
einer sonst wie gearteten Geistesrichtung an.
Wer die katholische
Glaubenslehre kennt, der weiß es, in welche Gewissensnöte ein Mensch
gerät, der sich von ihr lösen möchte. Auch mir sind diese nicht erspart
geblieben. - Es blieb in mir die Frage: Was und wo ist das Rechte?
Beim Beten des Vaterunsers habe
ich oft gefleht, daß der HERR mich doch Sein Reich finden lassen
möchte. Und dieses Gebet wurde erhört. Das war am 15. Juni 1937. Ich
betete und achtete auf mein Inneres - ich blieb ganz still - in diesem
Zustand verharrte ich oft, denn dabei überkam mich immer ein
wunderbarer Friede, und Gedanken, die ich dabei empfand - in der
Herzgegend, nicht im Kopf - gaben mir Trost und Kraft.
Noch wußte ich nicht, dass mir
diese Gedanken "gegeben" wurden. Bis ein sonderbares Traumerlebnis, das
sich später als Wahrtraum erwies, mich veranlasste, diese "Gedanken"
aufzuschreiben. Und so lauschte ich auch an diesem denkwürdigen Tag in
mein Inneres, und da kam ganz klar und deutlich eine Wortkette, die ich
niederschrieb. Es war das erste Kapitel, das mir gegeben wurde und das
mit den Worten begann: "Im Anfang war das Wort! Ein Tedeum dem Schöpfer
des Himmels und der Erde!"
Und dann kamen die Zweifel:
Hast du das aus dir selbst geschrieben? - Kurz, ich habe gerungen,
gebetet und viele innere Kämpfe geführt, aber immer wieder kamen die
Worte wie ein Strom, eine Weisheitsfülle, vor der ich schauderte. -
GOTT Selbst nahm mir die Zweifel, ER antwortete mir, und ich erkannte
IHN in Seinem Wort als unseren VATER. Mein Glaube wuchs, die Zweifel
wurden geringer, und ich empfing und schrieb täglich.
Der Inhalt der Niederschriften
ging über mein Wissen hinaus. Nie gehörte oder gelesene Ausdrücke,
fremdsprachliche und wissenschaftliche Bezeichnungen und Hinweise
flossen mir unaufhaltsam zu. Und dann die bisher nie gehörten
Liebeäußerungen des VATERS im Himmel, sie bilden letztlich Zuflucht und
Aufschluss allen Fragen des Lebens.
Die Übermittlung des "Wortes"
geschieht wie folgt: Nach innigem Gebet und kurzer Sammlung horche ich
nach innen. Dort folgen jetzt die Gedanken klar herausgestellt, einzeln
und deutlich fließen die Worte - immer drei bis vier hintereinander -
ähnlich der Radiodurchsage beim Seewetterbericht zum Mitschreiben.
Langsam, so dass ich bequem mitschreiben kann, baut sich Satzteil an
Satzteil. Ich schreibe die Worte stenographisch nieder, wie nach einem
Diktat, ohne gedanklich oder konstruktiv daran beteiligt zu sein. Ich
bin dabei auch keineswegs in einem sogenannten Trancezustand; ich forme
auch nicht die Sätze, sondern es springen mir gewissermaßen die Worte
einzeln zu, ohne dass ich während des Schreibens den Zusammenhang
erfasse.
Nach Tagen, manchmal erst nach
Wochen, übertrage ich das Stenogramm in Reinschrift, ohne es zuvor
durchzulesen, Wort für Wort, ohne auch nur eine Silbe zu ändern oder zu
"verbessern", in keinem Falle aber den Sinn des Gesagten auszuarbeiten
oder zu stilisieren. - Die Zeitdauer eines solchen Diktates beträgt
etwa eine halbe Stunde. Ausdrücklich darf ich darauf hinweisen, dass
der Vorgang keinen Zwangszustand duldet oder ekstatisch geschieht.
Alles vollzieht sich nüchtern und einfach, ohne jegliche Erregung oder
Beeinflussung des eigenen Willens. Jederzeit kann ich unterbrechen und
nach Stunden oder Tagen die mitten im Satz unterbrochene Kundgabe
wieder weiterschreiben. Ohne das vorher Gegebene durchgelesen zu haben,
wird mir dann wieder fließend weiter in die Feder diktiert.
Mein Wille ist also frei von
jeglichem Muss - was ich will, ist, dem Willen GOTTES zu dienen, also
das tun zu dürfen, was Sein heiliger Wille ist.
Ich darf sagen, dass ich wie
ein ABC-Schütze in die göttliche Wahrheit eingeführt wurde, in
Begriffe, die mir in jeder Hinsicht fremd waren und fremd sein mussten.
Nach Monaten erst fand ich die
Bestätigung des Empfangenen von anderer Seite: Ich bekam Literatur des
steirischen Mystikers Jakob Lorber in die Hand. Niemand wird verstehen
können, wie beglückt ich war bei der Lektüre der großen Werke Jakob
Lorbers, des "Johannes-Evangeliums" und der "Jugend Jesu". Jetzt erst
wusste ich, dass auch anderen Menschen das Wort des HERRN gegeben
wurde, dass GOTT, der HERR, zu allen Zeiten zu Seinen Kindern
gesprochen hat und auch weiter sprechen wird, wie es ja die unendliche
Liebe und Erbarmung des VATERS gar nicht anders vermag.
Bei Lorber fand ich jetzt
wieder, was mir zuvor gegeben war. Oft war mir das Gesagte
unverständlich, doch liebevoll gab mir der himmlische VATER die
Erklärungen. Wundersam sind die Erlebnisse und Vorgänge, die im
einzelnen gar nicht aufzuzählen sind, die aber die unvorstellbare
Herablassung und Vatermilde wieder und wieder an den Tag legen.
Bei dem Mangel an allgemeiner
Bildung kam ich mir immer vor wie ein unbeschriebenes Blatt. Geld- und
Zeitmangel versagten mir, gute Bücher zu lesen und Vorträge zu
besuchen. Ich kannte nur angespanntes Arbeiten von früh bis spät. Und
dennoch erhielt ich täglich die köstlichen Zuwendungen an geistigem
Gut, ohne aber zu wissen, für wen ich sie noch erhielt.
Dass ich die Worte von Oben
ohne Widerspruch annahm, hängt wohl mit meiner gänzlichen Unkenntnis
der Bibel und des katholischen Schrift- und Lehrguts zusammen. Nach
meiner jetzigen Erfahrung ist ein "ernsthafter Katholik oder
Protestant", dessen Wissen in dogmatischen Lehrgrundlagen verankert
ist, zu sehr auf diese ausgerichtet, um ohne Widerspruch und Vorbehalte
diesen göttlichen Neuoffenbarungsworten näher treten zu können und sie
in sich ausreifen zu lassen.
Dennoch aber gibt es
Wissenschaftler mehrerer Fakultäten, die mit zunehmendem Interesse
diese göttlichen Belehrungen aufgreifen und mit Ernst darüber
diskutieren. Ihr Interesse gilt nicht nur den unwiderlegbaren
Darlegungen des Entstehens der Materie und deren möglicher Auflösung,
sondern auch der Begründung der Irrlehren der verschiedenen
Religionssysteme und Konfessionen. In den von mir empfangenen Kundgaben
wird aufgezeigt, worin der Irrtum besteht, und es ergeht an alle die
Aufforderung, auf jegliche solcher Irrlehren hinzuweisen, wo immer sich
dazu Gelegenheit bietet.
Es steht aber jedem frei, des
HERRN Worte zu beherzigen. Wer aber den Geist der VATERWORTE erfasst
hat und doch nicht danach handelt, der vergrößert den Abstand zwischen
sich und unserem VATER im Himmel. Er befolgt dann nicht die ermahnenden
Worte der Liebe und unterstellt sich damit zwangsläufig dem Gesetz, und
er wird auch unweigerlich in dem Maße der Gnade verlustig bleiben, wie
er das göttliche Liebegebot missachtet.
Durch GOTTES GNADE wird den
Menschen erneut das Evangelium zugeleitet, und es wird mit
nachdrücklichem Ernst auf den Daseinszweck der Menschen hingewiesen. So
versucht die erbarmende LIEBE GOTTES noch zu retten, was sich noch
retten lässt - vor der Wende - denn diese kommt! Die Zeit, von der
Seher und Propheten aller Zeiten kündeten - die Endzeit - diese ist nun
angebrochen!
Nach meinen Aufzeichnungen
macht der HERR unter Seinen Kindern keine Unterschiede - "Kommet alle
zu Mir" - lautet Sein Lockruf. Wohl dem, der auf Seine Worte hört und
IHM folgt. GOTT liebt Seine Kinder, ER will sie alle beglücken - auch
wenn sie vom IHM nichts wissen wollen.
Aufgezeichnet am 22. November 1953
Gezeichnet: Bertha Dudde
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